Berufsunfähigkeitsversicherung: Nicht warten

Folgende Sache ist gerade recht frisch in meinem eigenen Kundenkreis passiert:

Ich hatte im Januar 2015 einen Anruf, in dem ich gefragt habe, ob ich auch zum Thema “Berufsunfähigkeitsversicherung” berate. Der Vorgang wurde hier am 27. Januar in meinem System angelegt.

Kurze Zeit danach fand der erste Termin mit einem jungen Mann statt. Er ist gerade 32 Jahre alt und Ingenieur bei Volkswagen. Er hat mir hier die Erlaubnis gegeben, über seinen “Fall” zu sprechen und mit “Nachdruck andere darüber aufzuklären”. Natürlich ohne seinen Namen zu nennen.

Im ersten Termin rede ich mit meinen Kunden darüber, was Berufsufähigkeit heißt, was wichtig ist, was er sich für seine Absicherung wünscht. Extrem wichtig ist dabei der gesundheitliche Zustand des Kunden. Ohne diesen eingehend abzuklären, bekommt mein Kunde kein Angebot.

Diese Vorgehensweise hat sich in den letzten Jahren bewährt und erspart mir und meinem Kunden Ärger oder böse Überraschungen. Bei meinem Ingenieur gab es vor vier Jahren ein Problem mit der Schulter. Sonst war er gesund. Auch das Verhältnis Körpergröße zu Körpergewicht passte.

Wir verabredeten uns für einen neuen Termin zwei Wochen später.

Nachdem ich die Anfragen an die Gesellschaften gestellt hatte, kamen relativ zügig Angebote herein. Ein Ingenieur genießt bei den Versicherern eine gute Risikoeinstufung, die Schulter war kein großes Problem mehr. (Trotz muss das natürlich angegeben werden!).

Ein Angebot für eine montliche Rente bei Berufsunfähigkeit in von 2.000 Euro und einer Dynamik im Leistungsfall sollte für ihn 106,- Euro im Monat kosten. Das war für ihn mit seinem Nettoeinkommen ein völlig akzeptabler Beitrag.

Nicht desto trotz wollte er noch einmal “drüber schlafen”. Im Grunde passte das aber schon.

Wir vereinbarten also einen neuen Termin. Bis dahin wollte er noch mal die Unterlagen sichten.

In der darauffolgenden Woche wurde unser gemeinsamer Termin sehr kurzfristig abgesagt, weil der Ingenieur auf eine Geschäftsreise musste. Er meldet sich, wenn er wieder da ist.

Das tat er dann auch, das Thema war ihm auch wichtig und er wollte es vom Tisch haben. Leider wurde der Termin dieses mal wieder abgesagt, wegen eines Frühlingsinfektes.

Bis zum Sommer ergab sich kein weiterer Termin. Die Wichtigkeit des Themas “Berufsunfähigkeitsversicherung” schien immer weiter ins bodenlose zu fallen. Jetzt war es soweit, dass mein Ingenieur sich erstmal in den wohlverdienten Urlaub verabschiedete. Er würde sich danach melden. Auch ich setze mir solche Sachen auf Widervorlage.

Der Sommer 2015 war einfach nur toll. Wenn es aber draußen Dauersonne und 28 Grad im Schatten sind, will sich kein Kunde beraten lassen oder gar etwas abschließen. Und schon gar nicht eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber das Thema stand trotzdem noch irgendwie auf seiner Agenda. Nur halt nicht jetzt.

In solchen Fällen melde ich mich ab und zu mal wieder bei meinem Kunden um zu fragen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist und ob überhaupt noch ein Interesse an einem Abschluss besteht. Und dann melde ich mich für gewöhnlich kurz vor Jahresende noch einmal, weil bei vielen Anbietern der Preis zum Jahreswechsel steigt.

So auch letzte Woche in diesem Fall. Ich rief meinen Ingenieur an. Ich musste nochmal nachfragen, ob wirklich er am Telefon sei, da er sehr verändert klang. Seine Stimme klang sehr dumpf.

Er sagte mir folgendes:

“Hallo Herr Rex. Vielen Dank für die viele Arbeit, die Sie sich in meinem Fall gemacht haben. Bei mir hat sich leider einiges verändert. Mein Arzt hat letzte Woche bei mir Hodenkrebs diagnostiziert. Das mit der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ja jetzt noch wichtiger. Wann können wir uns denn mal zusammensetzen?”

Leider sieht es bei einer solchen Erkrankung so aus, dass ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr für meinen Kunden bekomme. Das Risiko für die Versicherungsgesellschaften ist einfach viel zu hoch.

Deshalb mein Apell an Sie: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der Haftpflichtversicherung die wichtigste Versicherung, weil Sie das Einkommen absichert. Ohne Ihr Einkommen sind Sie auf Sozialhilfe bzw. Hartz IV angewiesen.

Nehmen Sie sich die notwendige Zeit und treffen Sie eine Entscheidung!

Wollen Sie sich beraten lassen? Terminanfrage unter 0 53 61/4 63 96 19.

4 Gedanken zu „Berufsunfähigkeitsversicherung: Nicht warten

  1. Philipp Peters Antworten

    Hallo. Sie beschreiben hier ja ein krasses Beispiel. Ich suche gerade im Internet Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Ich mache zurzeit eine Ausbildung und habe etwas über Einsteigertarife gefunden. Dort werden Vor- und Nachteile dieser Tarife beschrieben. Lohnen die sich wirklich? Was meinen Sie dazu?

    • FloRex Autor des BeitragesAntworten

      Hallo Herr Peters,
      vielen Dank für Ihr Kommentar. Die Einsteigertarife in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind in sofern natürlich von Vorteil, weil Sie günstiger sind, als normal kalkulierte Tarife. Aus der Erfahrung heraus sind das aber auch oft die Verträge, die nach fünf Jahren wieder gekündigt werden, weil dort dann der Beitragssprung kommt. Wenn der normale Beitrag in der Ausbildung zu stemmen ist, dann fangen Sie lieber mit einem Tarif ohne Starterbeitrag an. Ist der Tarifbeitrag zu hoch, dann fangen Sie mit einem verminderten Beitrag an, das ist besser, als gar keine Absicherung zu haben.
      Auf einen so genannten Basistarif würde ich mich nicht einlassen. Die Leistungen sind im Regelfall ungenügend.
      Die Tarife, die auf der Seite von Franke und Bornberg aufgelistet sind, sind vom Grunde erstmal ok. Wobei nicht jeder Versicherer jeden auch haben möchte. Manche Versicherungen haben Berufe anders kalkuliert als andere Versicherer. Um den passenden Tarif zu finden, gehe ich folgendermaßen vor:
      Ich kläre in einem ersten Gespräch, welche Bedingungen die BU erfüllen muss, wie hoch die versicherte Rente sein soll (mind. 1000 € pro Monat) und welche Vorerkrankungen gegebenenfalls vorhanden sind. Dieser Termin dauert mit allen Fragen, die mein Interessent hat, zwischen 60 und 90 Minuten. Danach starte ich eine Anfrage bei den Versicherern und lasse mir Angebote geben. Diese beinhalten dann auch schon die so genannten Risikozuschläge.
      Ich hoffe, dass ich Ihnen damit helfen konnte. Gerne können Sie weitere Fragen hier posten oder wir telefonieren mal.
      Viele Grüße aus Wolfsburg,

      Florian Rex

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