Geht das auch billiger?

Geld ist wichtig. Zumindest für viele Menschen. Und gerade, wenn es um das Thema Versicherungen geht, sind viele Menschen sehr empfänglich dafür Geld zu sparen.

Dies wird nicht zuletzt auch von der Versicherungsbranche angeheizt. Sei es zum Jahresende hin, wenn die Autoversicherung wieder mal zu wechseln ist oder auch im laufenden Jahr, wenn Check24 aggressiv Werbung macht und zum kollektiven Geldsparen aufruft.

Geld wächst nicht auf den Bäumen. Ebensowenig bei meinen Kunden wie bei mir. Aber was bedeutet es, billig zu kaufen? Gibt es Unterschiede, wenn Sie eine Waschmachine für 1.000 Euro oder für 250 Euro kaufen? Oder wenn Sie sich ein Schreibgerät für einen dreistelligen Betrag oder eines für drei Euro kaufen?

Okay, der eine oder andere wird einwenden: Da wird der Name mit bezahlt. In weiten Teilen stimmt das. Aber Hand aufs Herz: Die Qualität, die Energieeffizienz, die Langlebigkeit der teuren Waschmaschine ist schon seinen Preis wert, oder?

Wer billig kauft, kauft zweimal

Auch diese Erfahrung musste mancher schon machen. Mein erstes Auto war super billig. Es wurde zum Teil mit Klebeband zusammen gehalten, es lief nur auf drei Töpfen und schluckte mehr Öl als Benzin. Für die Menge an Geld, die ich für Öl und Reparaturen aufwenden musste, hätte man durchaus ein Gefährt in einem besseren Zustand erhalten.

Ich hatte vor kurzem einen Interessenten im Büro, der sein Haus neu versichern wollte beziehungsweise musste. Nicht ganz einfach, weil das Haus sehr alt ist und die letzten Sanierungen inzwischen auch über 45 Jahre zurücklagen. Auch für diese Art von Gebäuden gibt es Lösungen. Die Versicherungsunternehmen sind sich allerdings durchaus bewusst, welches Risiko sie eingehen, wenn sie so ein Gebäude versichern.

Im Endeffekt gab es ein Angebot mit einem Preis. Dem Preis standen natürlich auch entsprechende Leistungen gegenüber. Gute Tarife kosten natürlich auch Geld.

Trotzdem wollte der Kunde noch ein weiteres Angebot einholen. Das tat er und setzte mich heute in Kenntnis darüber, dass er eines gefunden hat. Und meines war 100% teurer. “Selbstverständlich mit gleichen Leistungen”, meinte er. Nun gut…

Rechts ist mein Vorschlag. Links das, womit er nun sein Gebäude versichert hat. Ich wünsche ihm ehrlich, dass er niemals einen Schadensfall hat. Und ich bin ernsthaft glücklich, dass wenn doch einer auftritt, ich mich nicht darum kümmern muss.

Aktuell habe ich wieder einen anderen Versicherungsordner eines neuen Interessenten auf dem Tisch. Mit einer privaten Haftpflichtversicherung, die sehr günstig ist. Natürlich könnte ich mich auf dieses Spiel einlassen. Ich würde vermutlich eine Versicherung finden, die noch billiger ist. Aber dafür alle Grundsätze über Bord schmeißen? Dafür auf guten Service durch eine Versicherungsgesellschaft oder eine schnelle Schadensregulierung verzichten. Oder auf Kosten, die im Kleingedruckten stehen und übernommen werden.

Nein. Dafür bin ich dann der falsche Ansprechpartner. Meine Dienstleistung ist preiswert: ihren Preis wert. Ich auch.

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt,
das nicht jemand ein wenig schlechter
machen und etwas billiger verkaufen
könnte. Und die Menschen, die sich
nur am Preis orientieren, werden die
gerechte Beute solcher
Machenschaften.
Es ist unklug zuviel zu bezahlen, aber
es ist genauso unklug zu wenig zu
bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen,
verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Bezahlen Sie dagegen zu wenig,
verlieren Sie manchmal alles, da der
gekaufte Gegenstand die ihm
zugedachte Aufgabe nicht erfüllen
kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es,
für wenig Geld viel Wert zu erhalten …
Das funktioniert nicht. Nehmen Sie das
niedrigste Angebot an, müssen Sie für
das eingegangene Risiko etwas
hinzurechnen. Wenn Sie das aber tun,
dann haben Sie auch genug Geld, um
für etwas Besseres zu bezahlen.

John Ruskin, 1819 – 1900

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